PrIM Publikationen

Die vorgestellten Publikationen im Themenbereich der Identität und Kommunikation zeigen von unten nach oben den Entwicklungsgang von “PrIM”, des vom Autor in der Dissertation 2004-2011 entwickelten Pragmatic Identity Matching-Ansatzes (zur Chronologie der gedanklichen PrIM-Entwicklung sehen Sie bitte die Ausführung ganz unten nach der Quellenübersicht). Die PrIM Identitymatrix für die transparent strukturierte Beschreibung einer Identität und die PrIM Integrationsmatrix als Kombination mehrere Identity Matrices stellen ein universelles Anwendungsmodell bereit. Damit ist die geplante Passung von Unternehmungen, Organisationen, Projekten, Produkten, Zielgruppen, Themen und Inhalten jeder Art möglich, die als “Identitäten” verstanden und miteinander zielgerichtet in Abgleich gebracht werden können (Identity Matching).

Erbach, M. (2021): Managing the Economic Sustainability of the Belt and Road Initiative by Applying Pragmatic Identity Matching PrIM
Springer Nature Journal of Innovation and Entrepreneurship (2021). Artikel ist derzeit in Produktion und erscheint in Kürze als Open Global Access Publikation.

Hintergrund: Angeregt durch den Vortrag des Autors 2019 in China erfolgte anschließend eine umfassendere vertiefende Forschungsarbeit zum Thema der ökonomischen Nachhaltigkeit der von China global implementierten Belt and Road Initiative BRI. “Ökonomische Nachhaltigkeit” bezieht immer auch soziale, kulturelle und ökologische Aspekte ein, sonst kann keine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung erfolgen. Im weltweiten Kontext des größten Wirtschaftsprojekts der Menschheitsgeschichte, das 2013 von China ins Leben gerufen wurde, stehen sich unterschiedliche Voraussetzungen, Interessen und Meinungen gegenüber. Der Artikel beschreibt, wie mit einer auf alte Philosophie und modernes elementares Denken zurückgehenden dynamischen Integrationsstruktur verschiedenste Positionen und Anliegen zwischen ethnozentrischen und ethorelativen Haltungen mit gemeinsam teilbaren Zielen in geplanter Weise vereinbar werden können. Scheinbar unvereinbare Haltungen (z.B. Populismus und Abgrenzung versus Kooperation und Lernen) können identitätsorientiert und werteneutral für eine transparente Analyse und zielgerichtete Lösungsschritte überwunden werden.

Link zum Artikel im Springer Nature Journal of Innovation and Entrepreneurship (folgt nach Publikation)

Erbach, M. (2019): Managing Economic Sustainability of the Belt and Road Initiative by Applying Pragmatic Identity Matching PrIM
Vortrag in China und Abstract in der Kongress-Dokumentation Sept. 2019

Hintergrund: Auf dem Wissenschaftskongress 6th Global Congress of the Knowledge Economy vom 20.-22. September 2019 in Qingdao, China, präsentierte Dr. Erbach die PrIM-Integrationsmatrix exemplarisch in Anwendung für das Management der ökonomischen Nachhaltigkeit der Neuen Chinesischen Seidenstraße (heute genannt Belt and Road Initiative BRI). Im Vordergrund des Vortrags stand das Gelingen der Implementierung der globalen chinesischen BRI auf ihrem Weg durch die Regionen und Kulturen der Kooperationspartner unter Berücksichtigung der lokal unterschiedlichen Entwicklungsinteressen der beteiligten Nationen. Der Vortrag zeigte auf, wie die Vision des globalen Wohlstands “Peaceful cooperation for the wealth and cultural exchange of all nations” (proklamiertes Ziel der BRI nach Xi Jinping 2013) gelingen kann. Dr. Erbach moderierte das Kongress-Panel “Economic Sustainability” zugleich als Chair. Link zur Kurzbeschreibung auf Linkedin:

https://www.linkedin.com/pulse/my-presentation-china-regarding-challenges-master-global-erbach/

Erbach, M., Richter, O. (2019): Dokumentation kundenorientiertes Qualitätsmanagement (DKQM 2019);
39 S., Handbuch zur ISO-Zertifizierung eines Medizintechnik-Handelsunternehmens (nicht öffentlich) durch ein Prüfungsinstitut nach ISO 9001:2015

Hintergrund: Die Elementenorientierung der Organisation eines über 30 Jahre erfolgreich am Markt bestehenden Medizintechnik-Handelsunternehmens wurde 2018 mit der PrIM-Integrationsmatrix in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung in eine prozessorientierte Unternehmens- und Leistungsbeschreibung nach einer am Kunden orientierten Qualität überführt. Seit 2019 gilt die “Dokumentation kundenorientiertes Qualitätsmanagement (DKQM 2019)”, die das  ehemalige “Qualitätshandbuch” ersetzte. Nach prüfbaren Punkten der Kundenbetreuung in der Prozesskette der Leistungserstellung wurden qualitätsrelevante Merkmale identifiziert und mit einem Scoringsystem bewertbar gemacht. Die regelmäßige Durchführung interner Audits mit Mitarbeitern und die Abfrage der Bewertung durch Kunden führten zur Zertifizierung und Erteilung der Gütesiegel nach ISO 9001:2015. Die aus der PrIM Identitymatrix entwickelte PrIM QM Matrix mit Scoringsystem für die Bewertung der kundenorientierten Qualität ist als ISO-Norm konformes Qualitätsmanagementsystem für Unternehmen anerkannt worden.

Link zum Kurzbericht über das PrIM-Qualitätsmanagement im Blog

Erbach, M. (2016): Facilitating Targeted Open Innovation by Applying Pragmatic Identity Matching;
Springer New York. Journal of the Knowledge Economy 7, 104–125 (2016). https://doi.org/10.1007/s13132-015-0293-0

Hintergrund: Traditionell sind Patente als geschütztes Unternehmenswissen die Träger geschlossener Innovation. Diese Wissen steht anderen Markteilnehmern nicht frei zur Verfügung. Open Source-Entwicklungen gelten dagegen als Träger offener Innovation, die frei nutzbare Ergebnisse produzieren. Für Unternehmen birgt dies jedoch immer die Gefahr der Ressourcenverausgabung, eingeschränkten Zielorientierung und begrenzten Lenkung und Ergebniskontrolle. Die Lösung für eine zeitgemäße Innovationsentwicklung nach aktuellstem Wissensstand  besteht in der Zielorientierung offener Innovation. Im Artikel wird PrIM in Anwendung auf das Zukunftsthema der zielgerichteten offenen Innovation (Targeted Open Innovation TOI) für die Integration und Koordination unterschiedlichster Entwicklungspartner bei der gemeinsamen Entwicklung von Innovationen nach identifizierten, vereinbarten oder vorgegebenen Zielen beschrieben. Co-Entwickler sind Unternehmungen und Organisationen der Industrie, Forschung, Zivilgesellschaft und Regierung, sowie Organisationen der sozialen und ökologischen Umwelt.

Link zum Artikel im Springer Journal of the Knowledge Economy

Erbach, M. (2014): The Identity Matching Concept: a collaborative planning-infrastructure for integrating communication content; Conference Proceedings of the 13th International Science-to-Business Marketing Conference on Cross organizational Value Creation, pp. 225-240; 2014 Science-to-Business Marketing Conference in Winterthur, Switzerland, June 2-4, 2014; Fachhochschule Münster 2014; ISBN 978-3-938137-57-4

Hintergrund: Die an einem gemeinsamen Wertschöpfungsprozess mit PrIM beteiligten Kooperationspartner praktizieren integratives Denken und kooperatives Handeln auf kürzestem Weg. Alle in der gemeinsamen Unternehmung oder im Projekt benötigten vorhandenen Kräfte und Mittel werden für die Lösung von Aufgaben identifiziert und verbunden. Die benötigten, aber nicht vorhandenen Ressourcen werden definiert und gezielt akquiriert. Als wertneutrale identitätsorientierte Analyse und Moderationsstruktur kann die PrIM Identitymatrix mit den am Prozess Beteiligten an jede einzelne Fragestellung oder Aufgabe genau angepasst werden. Das dadurch hervorgebrachte neue Wissen bildet eine substanzielle Grundlage für weitere Schritte, wie z.B. den systematischen Vergleich von potenziellen Projektpartnern oder von benötigten Technologien (die als “Identitäten” verstanden und beschrieben werden), um damit z.B. das strukturiert geplante Matching mit der eigenen Organisation im gegenseitigen Abstimmungsprozess vorzunehmen (lernende Organisation).

Link zu den Conference Papers on Cross Organizational Value Creation (S. 225-240)

Erbach, M. (2011): Identity Matching – inhaltliche Integration in der strategischen Kommunikation
Logos Verlag Berlin; Interdisziplinäre Dissertation an der TU Dresden in Philosophie und Kommunikationswissenschaft (2004-2007) und an der Universität Potsdam (2008-2011) in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Hintergrund: Folgend der Forschungslücke “geplanten inhaltlichen Integration” (BWL, Marketing), formuliert die Dissertation die theoretische Begründung des Identity Matching-Ansatzes und stellt im Ergebnis ein variables universell einsetzbares Anwendungsmodell der geplanten Identitätspassung bereit. Selbsterkenntnis und das gegenseitige Erkennen und Verstehen im Rahmen einer transparenten Identitäts- und Integrationsstruktur eröffnen die strukturierte Verständigung und den geplanten nachhaltigen Abgleich unterschiedlicher Bedarfe und Interessen. Der Schlüssel der Universalität der Anwendung des Modells ist das elementare Denken nach einer semiotischen Triadenstruktur, die durch die Forschung zu menschlicher Kognition nach der Neurobiologie und durch das Identitätsentwicklungsprinzip nach der Sozialpsychologie bestätigt wird.  (wird weiter ausgeführt).

Erbach, M. (2004): Identität im Konzept der vernetzen Minifabriken
Vortrag zur Jahresversammlung des Sonderforschungsbereichs 582 “Marktnahe Produktion individualisierter Produkte” der Deutschen Forschungsgesellschaft DFG und Publikation des Vortrags auf der Webseite der TU München-Garching/Sonderforschungsbereich SFB 582 (2004)

Hintergrund: Der interdisziplinäre Sonderforschungsbereich 582 der TU München in Garching beschäftigte sich mit der Frage, wie eine individuelle Produktherstellung in einem Konzept variabel vernetzter Minifabriken in Zuspitzung der bereits bekannten industriellen Mass Customization bestmöglich vorgenommen werden könnte, so dass ein noch so spezieller Kundenwunsch durch verschiedenste vernetzte Spezialhersteller termingerecht und kostensicher umgesetzt wird. Das im Vortrag von Markus Erbach gegebene Anwendungsbeispiel war “das fahrbare beheizbare Himmel-Wasserbett mit einem im Baldachin horizontal eingelassenen TV-Bildschirm, das in drei Wochen zum Preis XY pünktlich zum Termin Z geliefert und aufgebaut wird“. Für die Darstellung der praktikablen Vernetzung der Kundenseite (Kundenwunsch als Maß der Produktionsprozesse) mit dem Auftragsmanagement (zentrale Schnittstelle der Information und integrierten Planung) und dem zusammengestellten Produzentennetzwerk (Auswahl geeigneter Hersteller den benötigten Fachkompetenzen), wurde auf einer Jahresversammlung der DFG vor ca. 100 Wissenschaftlern erstmals die Identitymatrix präsentiert: Jede im Beispiel genannte Partei erhält eine Identitymatrix, die mit den anderen Identitymatrices über eine Matchingmatrix in transparent strukturierter Weise in der daraus entstandenen Integrationsmatrix verbunden werden kann. Dies war 2004 im ersten Jahr der Dissertation (2004-2011) die erste teil-öffentliche Anwendungsbeschreibung des Identity Matching-Prinzips und Modells.

Hierzu ist eine verlinkte Informationsseite im Blog beabsichtigt.

Erbach, M. (1997): Identität im Hypermedium – lineare Identität in nicht-linearen Verhältnissen
Diplomarbeit in Gesellschafts-und Wirtschaftskommunikation GWK an der Universität der Künste UdK Berlin

Hintergrund: Im Jahr 1984 erschienen fast zeitgleich die visuellen Computer-Benutzeroberflächen von Apple und Microsoft Windows, wenige Jahre später konnten ab 1989 die “Apple Macintosh”-Rechner und die sogenannten “Personal Computer” im Internet öffentlich zugänglich vernetzt werden. Es dauerte noch ein paar Jahre, bis das World Wide Web (www) Inhalte bot. Doch wurde lange vorher schon in der Literatur und Philosophie die Vernetzung von Menschen in der postmodernen Gesellschaft und die elektronische Vernetzung von Menschen und Medien kontrovers diskutiert. So scheint sich heute beispielsweise Marshall McLuhans berühmte Prophezeihung (in: Understanding Media, 1964), Menschen würden selbst zum Medium und in elektronisch vernetzten Medien zu den biologischen Endgeräten des elektronischen Nervensystems werden, in merkwürdiger Weise bestätigt zu haben. Die interdisziplinäre Diplomarbeit beschäftigte sich auf der Grundlage dieses theoretischen Diskurses und der damaligen aktuellen technischen Entwicklung mit der Fragestellung, was mit linearen Zusammenhängen, die “von A bis Z” gewachsen sind (wie z.B. einer individuellen oder organisationalen Identität) in den neuen gesellschaftlichen und elektronischen dezentralen Verhältnissen nach dem Hypertext Transfer Protocol (http) geschieht, die “fraktal” sind (d.h. die keine hierarchischen Strukturen mehr haben, weder ein Zentrum noch ein Oben, noch ein Unten).

Hierzu ist eine verlinkte Informationsseite im Blog beabsichtigt.

Der Gang der PrIM-Forschung entwickelte sich auch aus den aufeinander bauenden Erkenntnissen dieser Arbeiten:

1)   Erkenntnisse aus der Diplomarbeit “Identität im Hypermedium” (1997), dass Identität in einem lebenslangen dynamischen Prozess des Lernens in Kommunikation entsteht und in Kommunikation zum Ausdruck kommt. Identitäten und Umgebungen verändern sich ständig. Mit der Vernetzung der Computer nach dem Hypertext Transfer Protocol (http) und aller anderen Medien im Internet, bietet der virtuelle Medienraum als “Hypermedium” neben der realen Welt neue Ausdrucksformen für die Entwicklung, Gestaltung und Verbindung der Identitäten von Menschen, Kulturen und Organisationen.

2)   Erkenntnisse aus dem Forschungsbeitrag “Identität im Konzept der vernetzten Minifabriken” (2004) mit einem Beispiel der individuellen Produktherstellung. Die exemplarische Erfüllung eines einzigartigen Kundenwunschs verdeutlichte, dass nur eine interaktive dialogorientierte Kundeneinbindung und planmäßigen Vernetzung der Wunschvorstellung mit den unterschiedlichen Herstellerkompetenzen das gewünschte Ergebnis produziert. Dazu bedarf es einer integrierten Gesamtplanung mit variablen, an einzelnen Identitäten der Beteiligten und deren Voraussetzungen orientierten Strukturierung.

3)   Erkenntnisse aus der Dissertation “Identity Matching – inhaltliche Integration in der strategischen Kommunikation” (2004-2011) in Philosophie, Kommunikationswissenschaft und BWL, dass nur eine geplante Passung der Identitäten nach einer transparenten Identitätsstruktur eine objektivere Darstellung und Wahrnehmung (und damit den notwendigen Respekt) der spezifischen Voraussetzungen und Entwicklungsinteressen jeder einzelnen am Kommunikationsprozess beteiligten Partei ermöglicht. Die Identitymatrix lässt sich auf jeden beliebigen Teilnehmer oder Gegenstand einer Kommunikation anwenden.

4)   Erkenntnisse aus dem Forschungsbeitrag “The Identity Matching Concept: a collaborative planning-infrastructure for integrating communication content” (2014), dass die besten Ergebnisse verschiedener Akteure in einem gemeinsamen Wertschöpfungsprozess im Rahmen eines mit Zielen orientierten Netzwerks von Ko-Entwicklern zu produzieren sind. Die vorangehenden Erkenntnisse der Schaffung eines identitätsorientierten Frameworks der Kooperation auf der Basis einheitlich strukturierter Identitäten in einem integrierten Kommunikationszusammenhang, werden hier um die Dimension der kollaborativen Zielverfolgung erweitert.

5)   Erkenntnisse aus dem Fachartikel “Facilitating Targeted Open Innovation by Applying Pragmatic Identity Matching” (2016) resultieren aus der Zusammenführung aller vorangehenden Erkenntnisse im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang der Akteure gesellschaftlicher Innovationsentwicklung nach der Quintuple Innovation Helix: (wir weiter ausgeführt)

6)   (2019) folgt

7)   (2019) folgt

8)   (2021) folgt