20
Dez

Zum Launch unserer Webseite 2015

IDM_logo   www.pragmatic-identity-matching.com

Zur Idee, Anwendung und dem Branding meines Forschungsansatzes

Der Begriff „Pragmatic Identity Matching“ (PrIM) grenzt sich ab von anderen Ansätzen, die sich ebenfalls mit „Identity Matching“ bezeichnen. In meiner Arbeit strebe ich danach, durch die strukturiert geplante Integration von Inhalten zwischen verschiedenen Teilnehmern oder Gegenständen einer Kommunikation (Forschungslücke der BWL) Licht in die „Black Box der Kommunikation“ zu bringen. Dafür steht das Logo mit dem schwarzen Würfel. Der Name Pragmatic Identity Matching beschreibt die Verbindung der wissenschaftlichen Theorien, aus den ich meinen Forschungsansatz und das Anwendungsmodell ableite. Auf der Startseite dieser Webseite (in: „Woher kommt Pragmatic Identity Matching?“) fasse ich dies so zusammen:

„PrIM Pragmatic Identity Matching ist ein innovativer, wissenschaftlicher Ansatz von Dr. Markus Erbach zur ganzheitlichen Entwicklung von Unternehmen und Organisationen. Er basiert auf einem Integrationsmodell, das ein Prinzip der Informationsstrukturierung nach dem Pragmatismus von Charles Peirce (siehe Anmerkung 1) und das Verständnis der Identitätsentwicklung nach der Sozialpsychologie verbindet (siehe Anmerkung 2). Zentraler Gedanke: Innere Entwicklung und äußere Einflüsse verbinden sich (matching) in einem Anwendungsmodell für integratives Denken und koordiniertes Handeln.“

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Anmerkung 1: Charles Peirce (1839-1914) ist der Begründer der Semiotik. Seine „Lehre vom Zeichen“ (griech. semeion) wird von Forschern in Verbindung mit seiner Theorie des „Pragmatismus“ gesehen. Demnach bestimmen praktische Konsequenzen einer Handlung oder Wirkungen eines natürlichen Ereignisses die Bedeutung menschlicher Gedanken: Man sieht, was einem nützt oder was man nach der eigenen subjektiven Erfahrung und Wahrnehmung von Wirklichkeit erwartet. Um in der Lage zu sein, die Vielfalt der denkbaren Bedeutungen ein und derselben Sache beschreiben zu können (z.B. kann das der Begriff Blautanne mehrere Bedeutungen repräsentieren: Schattenspender, Christbaum, Baumaterial, Brennholz usw.), hat Peirce ein Modell entwickelt, um alle denkbaren oder realen Gegenstände und Lebewesen als „Zeichen“ zu beschreiben. Seine Struktur der „Triadischen Zeichenrelation“ habe ich für meine Zwecke der geplanten inhaltlichen Integration angepasst und weiter entwickelt. Das Ergebnis ist die „Identitätstriade“, welche in Tabellenform die „Identitymatrix“ begründet (Dissertation Erbach, 2011).

Anmerkung 2: Nach der aktuellen Forschung der Sozialpsychologie entwickelt sich menschliche Identität im Wechselspiel innerer Erkenntnisstadien und äußerer Einflüsse. Diese intra- und inter-individuellen Passungsprozesse werden als individuelle Integrationsleistung erachtet, um zur Erlangung eines Gefühls des inneren Zusammenhangs (Kohärenz) und der Bestätigung durch Andere (Konsens) bestmöglich „matching“ mit sich selbst und der Umwelt herzustellen. Ziel ist, mit sich und anderen zu Stabilität und Stimmigkeit zu gelangen. Mit meiner nach der Sozialpsychologie strukturierten Identitymatrix mache ich diesen Gedanken auf Unternehmen und Organisationen übertragbar: Innere Entwicklungsstadien und äußere Einflüsse stehen im intra- und inter-organisationalen Zusammenhang und streben nach Passung mit sich selbst im Wechselspiel mit dem Markt, den Zielgruppen und anderen Einflüssen. Wie auf der Startseite ausgeführt (siehe „Voraussetzung und Vorteil des PrIM-Konzepts“) bietet der auf Dialog und Integration zielende informationsstrukturelle Ansatz im Unterschied zu einseitig gedachten Vorgehensweisen den Vorzug, unterschiedlichste Anforderungen ganzheitlich zu erfassen, wertneutral gegenüber zu stellen und somit überhaupt erst den jeweiligen Realitäten entsprechend vergleichbar und verhandelbar zu machen.

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Die Positionierung „Management von Komplexität und Integration“ ist der übergeordnete werbliche Anspruch in verkürzter Form. Er steht für integratives Denken und kooperatives Handeln und betrifft alle Komplexitätsfelder einer Unternehmung, die zu integrieren und koordinert zu planen sind. Darunter fallen z.B. das eigene Leistungsangebot; die vorhandenen Ressourcen; die angestrebten Märkte, angesprochenen Zielgruppen und alle anderen Anspruchsgruppen; die IT und alle zur Fertigung benötigten Technologien; die Bezugsquellen, Lieferanten, Kooperationspartner; usw. Wir verstehen eine Unternehmung (d.h. Unternehmen, Organisationen, Kommunen, Behörden) als dynamisches System, das auf allen Ebenen und in allen Bereichen den Kontakt zur Umwelt über qualifizierte Instrumente herstellt. PrIM bietet ein solches Instrumentarium: Im Pragmatic Identity Matching-Prozess werden alle Informationen in transparenter und strukturierter Weise von den am Gestaltungs- und Kommunikationsprozess Beteiligten gewonnen, und zwar entweder durch ihren direkten Informationsinput (aktiv) unter einem koordinierten und moderierten Identity Matching-Management, oder durch Marktforschung (passiv). mit PrIM werden Lösungen immer in Integrations- und Interaktionsprozessen „von innen heraus“ in der Unternehmung entwickelt. Die entwickelten Ergebnisse sind deshalb realitätsnah, weil sie die jeweilige Situation der Beteilgten entsprechend ihrer konkreten gegebenen Voraussetzungen und die subjektiven Perspektiven und Interessen einbeziehen.

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Abgrenzung von anderen „Identity Matching“-Ansätzen und Verfahren

Mit dem Branding PrIM Pragmatic Identity Matching (seit November 2016 eingetragene Europäische Unionsmarke) und dem Anspruch Managemet von Komplexität und Integration grenzen wir uns ab von der versteckten Identitätsdatenerhebung digital gemessener Bewegungen und Verhaltensweisen von Personen für Marktforschungs- oder Fahndungszwecke. PrIM hat nichts zu tun mit der Messung von Nutzerverhalten im Internet oder mit Technologien der physikalischen Personenidentifikation (wie z.B. Videosoftware zur Gesichtserkennung) oder mit der Erstellung von Bewegungsprofilen nach Mobiltelefon- und Kartennutzung, GPS, usw., die ebenfalls mit dem Sammelbegriff „Identity Matching“ bezeichnet werden. In diesem Bereich hat sich für die Zusammenführung und Auswertung der Informationen u.a. auch auf der Basis sprachwissenschaftlicher Theorien (Linguistik) mit Hilfe spezieller Computer-Algorhitmen etabliert: „Identity Matching“ bezeichnet hier die möglichst eindeutige Identifikation einer (gesuchten) Person bzw. die Identifikation der Charaktermerkmale einer (noch) unbekannten Person. Mit diesem „Linguistic Identity Matching“ steht der „Pragmatic Identity Matching“-Ansatz nicht in Verbindung und soll damit nicht verwechselt werden, denn PrIM verfolgt einen anderen Auftrag:

Das mit PrIM Pragmatic Identity Matching gewonnene Identitätsprofil einer Person oder Organisation erstellen wir mit bestmöglicher Einbeziehung der an der Kommunikation beteiligten Anspruchsgruppen in einem moderierten, bewussten und transparenten Prozess der Integration und wechselseitigen Abstimmung von Inhalten. Ziel ist die strukturierte geplante Abstimmung der Voraussetzungen, Bedarfe und Interessen der beteiligten Teilnehmer (oder Gegenstände) der Kommunikation. Im Vordergrund stehen die Entwicklungs- oder Vermittlungsziele unseres Auftraggebers als Initiator der geplanten inhaltlichen Integration.

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Zur Webstruktur www.pragmatic-identity-matching.com 2015-2016

PrIM Pragmatic Identity Matching basiert auf dem Entwicklungsprinzip der Identität von Menschen, Unternehmen  und Organsiationen im Wechselspiel inneren Lernens und äußerer Impulse. Die neue Webseite wird dies auf die Nutzungsmöglichkeiten für die Anwendungsbereiche (1) Unternehmen und Startups, (2) Kommunen und Behörden, (3) gemeinnützige Organisationen, (4) Forschung und Anwendung, sowie auf (5) Einzelpersonen beziehen. Im Dezember 2016 wurden die beiden neuen Hauptmenübereiche PrIM Consulting und PrIM Academy aufgenommen. Das Menü PrIM Consulting betrifft unsere Beratungsarbeit mit PrIM in der Gestaltung von PrIM-Identityworkshops mit unseren Klienten. Das Menü PrIM Academy betrifft die Ausbildug von PrIM-Moderatoren als freie Berater und/oder als Mitglieder im PrIM Team oder als Mitglieder von Unternehmen und Organisationen. Dazu werden im Laufe der Zeit im Blog weitere Informationen gegeben.

Ich freue mich mit meinem Team auf eine lebendige Ausgestaltung des Themas für und mit unseren Klienten.

 

Dr. Markus Erbach

zum Launch der Webseite im Mai 2015
aktualisert im Dezember 2016

 

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