01
Dez

Chronologie der Pragmatic Identity Matching-Forschung

Für die PrIM-Forschung gilt: Identity is Unique!

Die Pragmatic Identity Matching-Forschung nach Dr. Markus Erbach verfolgt den strukturierten geplanten Abgleich zwischen unterschiedlichsten Teilnehmern oder Gegenständen einer Kommunikation in ihrer Einzigartigkeit und wechselseitig gestalteten Beziehung: Die geplante inhaltliche Integration ist seit Beginn der PrIM-Forschung 2004 das übergeordnete erklärte Ziel. Damit wird für Unternehmen und Organisationen (bzw. für Nationen, Interessengruppen und Kulturen) das Management von Komplexität und Integration auf der Basis der realitätsnah beschriebenen Teilnehmer (Akteure und ihre Voraussetzungen und Bedarfe) und Gegenstände (Inhalte als Herausforderungen, Aufgaben und Projekte) ermöglicht.   

Jedem Lebewesen, jeder Sache oder jedem Ereignis kann eine Bedeutung zugesprochen werden. Alles, was in der Wahrnehmung und Vorstellung existiert wird zum Träger von Identität. Identität kann nur in Kommunikation zum Ausdruck kommen, umgekehrt ist Kommunikation ohne Identität nicht möglich. Diesem Zusammenhang auf den Grund zu gehen und die Strukturen von Identitäten in Kommunikation zu beschreiben, muss die größte Sorgfalt gelten, denn jede Identität ist einzigartig.

Dies ist das zentrale Anliegen von PrIM Pragmatic Identity Matching: Jede Art von Teilnehmer oder Gegenstand einer Kommunikation soll in der Pluralität der Welt dem Subjekt und seinen Ansprüchen des Seins und seiner Entwicklung gerecht werdend entsprechend differenziert beschrieben und behandelt werden. Dies gelingt über ein einheitliches Identitätsschema („Identitymatrix“), welches jede Information in der gleichen Weise gliedert, dadurch vergleichbar macht und bei Bedarf in geplanter Weise miteinander in Abgleich bringen kann („Identity Matching“).

Für die in solcher Weise nach der Identitymatrix vorgenommene geplante inhaltliche Integration hat Dr. Markus Erbach vier Kriterien definiert:

  • Identitätsorientierung: Jeder denkbare Teilnehmer oder Gegenstand soll mit dem selben Schema zu beschrieben sein.
  • Wertneutralität: Jeder Inhalt soll ungeachtet seiner eventuellen Konfliktpotenziale darstellbar sein.
  • Symmetrie: Jeder Inhalt soll formal gleichberechtigt dem anderen Inhalt gegenübergestellt werden, d.h. im Modell in gleicher Weise strukturiert vergleichbar gemacht werden.
  • Skalierbarkeit: Die Inhalte müssen in beliebiger Breite und Tiefe dargestellt werden können, um sowohl ganz große wie ganz kleine bzw. ganz einfache wie sehr komplexe Sachverhalte zu erfassen.

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Chronologie der Pragmatic Identity Matching-Forschung von Dr. Markus Erbach

Am Anfang der Entwicklung des Identity Matchig-Konzepts (Dezember 2003) stand das Ziel im Vordergrund, eine Unternehmensidentität in geplanter Weise mit speziellen Zielgruppen abzugleichen. Bis heute (Dezember 2016) ist eine universelle Infrastruktur für integratives Denken und kooperatives Handeln daraus entstanden, die in weiterer Forschungsarbeit vertieft und verbreitet werden soll. Identity Matching soll als Konzept und Instrumentarium unterschiedlichsten Wissensbereichen für Aufgaben der geplanten Vermittlung von Inhalten bereit stehen. Die Eckpunkte der Entwicklung des Identity Matching-Konzepts fassen sich wie folgt zusammen:

  • 1988-2003: Fünfzehn Jahre der Berufserfahrung als Gestalter und Berater für Unternehmensidentität in über 100 Projekten in In- und Ausland trugen wesentlich für die Reifung des Gedankens bei, ein identitätsorientiertes System für die geplante Integration und Passung individueller Inhalte zwischen Kommunikationsteilnehmern zu entwickeln. Damit sollte die Beurteilung der Voraussetzungen und Bedürfnisse von Zielgruppen an realitätsnahe Merkmale und Inhalte geknüpft werden können und einseitige Grundannahmen im Unternehmen und seitens der Kommunikationsplaner objektivierbar sein.
  • 2001-2010: Zehn Jahre der Lehrtätigkeit als Dozent für integrierte Unternehmenskommunikation, Corporate Idenity und Marketing-Kommunikation eröffnen die Zugänge zu den für eine wissenschaftliche Arbeit notwendigen Theoriegrundlagen im Hinblick auf die Anforderungen an die Berufspraxis. 2002, nach einem Jahr der Lehrtätigkeit, wird das Ziel deutlich, zu diesem Thema zu forschen und darüber zu promovieren.
  • 2003 (Dezember): Aufnahme von Markus Erbach in die Doktorandenliste der TU Dresden in Philosophie/Kommunikationswissenschaft, „offizieller“ Beginn der Identity Matching-Forschung.
  • 2004-2006: Beginn der Dissertation als externer Doktorand an der TU Dresden in Philosophie/Kommunikationswissenschaft. In der theoretischen interdisziplinären Literaturforschung werden theoretische Ansätze zur Erklärung der Begriffe Identität und Kommunkation untersucht. Ziel ist, die Grundlagen und Anforderungen für die Entwicklung eines universellen Identitätsschemas für die geplante Passung von Identitäten zu schaffen und dafür geeignete Modelle zu untersuchen. Exmatrikulation in Dresden 2006, um in BWL/Marketing zu wechseln.
  • 2005: Erster Vortrag über das Identity Matching-Konzept im Rahmen einer nicht-öffentlichen Jahresversammlung der DFG im Sonderforschungsbereich 582/Marktnahe Produktion individualisierter Produkte an der TU München/Garching mit dem Thema „Identität im Konzept der vernetzten Minifabriken“. Vor der Forschungsgruppe von ca. 30 Professoren und 10 Doktoranden wird das Identity Matching-Konzept am Beispiel einer fiktiven Produktindividualisierung erläutert und wissenschaftlich diskutiert.
  • seit 2005 werden Projekte der Identity Matching-Anwendung im Rahmen von Beratungsmandaten mit Unternehmen und Organisationen durchgeführt (erster Klient 2005 ist Fix International Services in Hamburg, gegr. 1946).
  • 2007-2011: Die in Dresden 2004 begonnene Dissertation wird an der Universität Potsdam in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften fortgeführt und abgeschlossen. Die Anforderungen der BWL und des Marketings an die Nutzbarkeit und Wirkungsbewertung des Identity Matchings geben der theoretischen Arbeit wertvolle Grundlagen für die Anwendungspraxis. Zwei umfangreiche Anwendungen führen zu Prozesserfahrungen im Mittestand und belegen die Praxistauglichkeit: die (1) Entwickung eines Masterstudiengangs im Matching mit den Bedarfen der Studierenden (2007) und die (2) Neuausrichtung der Corporate Identity eines mittelständischen Unternehmens (Marktführer in seiner Branche) im Matching mit den Erwartungen der Zielgruppen (2008-09).
  • 2009 wird im Rahmen der Dissertationsprojekte mit einem IT-Entwickler das Identity Matching-Konzept als vollfunktionale Software-Testversion „Cognicube“ (Betaversion 0.9) als geschlossene Nutzerplattform im Internet umgesetzt. Mit der für Klienten und Projekte individualisierbaren Matching-Standardsoftware werden einzelne Aufgaben über die bereitgestellten Schnittstellen und die definierten Zugangsrechte online umsetzbar und die Anforderungskriterien einer massentauglichen Multi User Schnittstelle festgelegt.
  • 2011: Publikation der Dissertation „Identity Matching – inhaltliche Integration in der strategischen Kommunikation“ (Logos Verlag Berlin 2011)
  • 2012-2016: Seit der Promotion 2011 wird die Identity Matching-Forschung und die Entwicklung neuer Instrumente mit anderen Forschern und Beratern weiter betrieben. Ziel ist, das Identity Matching-Konzept an einer Hochschule wissenschaftlich zu verankern. Parallel werden Identity Matching-Projekte mit Unternehmen und Organisationen in der Praxis durchgeführt. Alleine in einer Gliedkirche der Evang. Kirche werden zw. 2014 und 2016 durch eine von Dr. Markus Erbach ausgebildete Moderatorin 14 Identitätsbestimmungs- und Erneuerungsprojekte für Gemeinden und Leitungskreise mit dem Identity Matching-Konzept betreut.
  • Seit 2014 wird der Identity Matching-Ansatz nach Erbach international präsentiert: Im Apil 2014 in New York im Baruch College der Citiy University New York (CUNY) und im Juni 2014 auf dem 13. Internationalen Science2Business Marketing Kongress Zürich.
  • Im September 2014 erschien die erste internationale Publikationen in den Conference Proceedings zum 13. Science2Business Marketing Congress Zürich: „The Identity Matching Concept: a collaborative planning-infrastructure for integrating communication content“
  • Im September 2015 und im März 2016 erschien im Springer Journal of the Knowledge Economy ein 22-seitiger Artikel von Dr. Markus Erbach („Online First“ September 2016, Einbindung im Journal of the Knowledge Economy , Volume 7, Issue 1, pp 104–125): „Facilitating Targeted Open Innovation by Applying Pragmatic Identity Matching“
  • Der Begriff „Pragmatic Identity Matching“ wird in der Schweizer Publikation von 2014 erstmals erwähnt und im Namen durch seine Abgrenzungsmerkmale von anderen Ansätzen begründet, die sich ebenfalls mit „Identity Matching“ bezeichnen. In der Springer-Publikation 2015/2016 wird der Begriff erstmals im Titel geführt. „PrIM“ wird als Kurzform von „Pragmatic Identity Matching“ eingeführt-
  • Von Juli 2015 bis Februar 2016 fand in Meerbusch bei Düsseldorf die erste PrIM Academy statt. Die Forschungsgrundlagen und Anwendungsinstrumente von PrIM wurden vom Entwickler in Seminaren, Anschauungsbeispielen und Übungen aufbereitet und den Teilnehmern des ersten Zyklus in 7 Blockseminaren zu je 1,5 Tagen vermittelt (je Freitag und Samstag einmal im Monat). Die Ausbildung schließt mit dem Zertifikat „PrIM-Co-Moderator“. Nach drei eigenständigen erfolgreich durchgeführten Projekten unter Supervision von Dr. Erbach, erlangt ein Absolvent der PrIM Academy den vollen Grad „PrIM-Moderator“.
  • Am 29. November 2016 wurde die Marke „PrIM Pragmatic Identity Matching“ und das Bildzeichen mit dem Würfel beim Europäischen Marken- und Patentamt EUIPO in mehreren Klassen als Europäische Unionsmarke eingetragen.
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